Unsere Kinder brauchen Werte oder „Was du da gekocht hast, kannst du selber fressen!“

Aus unseren frisch erschienenen Schulnachrichten:

Ja, Sie lesen richtig – dies ist der Ausspruch einer Schülerin zum frisch gekochten Essen in der Mensa. Unverschämt und verletzend. Ohne Empathie. Sicherlich wollen Sie, liebe Eltern, dass Ihr Kind mögliche Kritik nicht so anbringt. Wie kann da das richtige Maß gefunden werden?

Schule und Elternhaus verbindet Vieles: Eltern und Lehrer begleiten die Kinder, geben ihnen einen Rahmen und Orientierung, Halt und Entwicklungsmöglichkeiten. Individuelle und kollektive Erziehung – beide Seiten gehören zusammen. Jedes Kind soll die Möglichkeit haben, sich zu einem selbstbestimmten, aber auch sozialem Wesen zu entfalten. Dabei kommt der  sozialen Seite eine besondere Bedeutung zu: Wenn es darum geht, Zuhause im Haushalt gemeinsam Arbeiten zu erledigen oder in der Schule Konflikte auszutragen, den richtigen Ton zu finden, wenn einem etwas nicht passt – und genau hier gerät Einiges in Schieflage. Es wird gepöbelt, beschimpft, verletzt, gemobbt – nur wird nicht das ausgesprochen, was man selbst empfindet wie Ärger in einer Situation oder Enttäuschung über eine ungerechte Behandlung.

Schulen sollen Kindern Werte vermitteln – Eltern sollen ihren Kindern Werte vermitteln.  Der Schule kommen zwei große Aufgabenbereiche zu: Der Bildungsauftrag und der Erziehungsauftrag. Werte wie Pünktlichkeit, Hilfsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und Konzentrationsfähigkeit, aber auch Respekt stehen dabei hoch im Kurs.

Eltern und Lehrer stellen hohe Erwartungen an die Kinder, an sich selbst, an die Institutionen. Verantwortung abgeben bringt niemanden weiter. Am wenigsten unsere Kinder. Und niemand hat gesagt, Erziehung sei einfach. Die Anstrengung müssen wir auf uns nehmen, dies geht am besten in vertrauensvoller  Zusammenarbeit. Diese Zusammenarbeit zeigt sich bereits in vielen Gesprächen, in vielen Absprachen, die getroffen werden, in vielen Konfliktfällen, im gegenseitigen Respekt, in der Achtung vor der Leistung des anderen.

Der Erziehungsprozess ist ein Prozess aller Beteiligten. Es geht darum, das Kind so zu motivieren, dass es selbstständig, leistungsfähig und sozial verantwortlich wird. Es geht dabei nicht um Leistungsdruck, der aufgebaut wird, sondern um konsequente Begleitung und Einforderung von Durchhaltevermögen und Anstrengungsbereitschaft.

Kinder müssen sich an Erwachsenen orientieren können, dafür müssen sie die Erfahrung machen, dass ein Nein ein Nein ist und ein Ja ein Ja.

Wenn Eltern den Englischlehrer anrufen und sich beschweren, dass zu viele Vokabeln aufgegeben wurden, wenn sie über den Stoff ihrer Kinder besser Bescheid wissen als diese selbst, wenn die Reaktion auf eine Fünf in Mathe ein Schreiben des Anwalts ist, ist dies nicht der richtige Weg. Wenn ganz persönliche Probleme in die Schulen getragen werden, dann werden aus Privatangelegenheiten Symptome für gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Einer schiebt ein Problem auf den anderen. Gleichzeitig wird über einen Erziehungsnotstand in Deutschland diskutiert und über jene Eltern, die ihn entstehen lassen. Viele Eltern sind mit der Erziehung überfordert und deren Kinder fordern dann die Grenzen in der Schule ein, die sie dringend benötigen, um in einer Gemeinschaft zurecht zu kommen.

Verdreckte Schultoiletten beispielsweise zeigen, dass es manchen Schülern egal ist, dass sie mit ihrem Verhalten die ganze Schule „terrorisieren“. Wenn in der Mensa gedankenlos das Essen in den Abfall gekippt wird, müssen Erwachsene diesem Verhalten entgegentreten.

Uns sind Ihre Kinder nicht egal, Ihnen sind Ihre Kinder nicht egal. Die beste Voraussetzung für gelungene Erziehungsarbeit ist, wenn sich Schule und Elternhaus ergänzen und sich gegenseitig stützen. Und wenn ein Kind dann mal etwas nicht mag, was auf dem Speiseplan steht, kann es ja weniger essen oder verzichtet auf die warme Mahlzeit, ohne es anderen schlecht zu reden oder diejenigen vor den Kopf zu stoßen, die die Arbeit damit haben.

Finden wir gemeinsam das richtige Maß im respektvollen Umgang miteinander.

Wir sollten uns weniger bemühen, den Weg für unsere Kinder vorzubereiten, als unsere Kinder für den Weg.

(aus den USA)

Ich wünsche uns im Namen der Schulgemeinschaft eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.

Ihre

P. Wodke-Schmeier

GOBS Lindern: Schüleraustausch Mrocza – Lindern (21.08.2016 -27.08.2016) / „Gemeinschaft (er)leben“

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„Gemeinschaft  leben und erleben“ – unter diesem Motto fand der diesjährige Schüleraustausch der Oberschule Lindern statt. 23 polnische Schülerinnen und Schüler und ihre drei Begleiter vom Johannes Paul II Gymnasium aus Mrocza erlebten eine Woche lang in Lindern eine außergewöhnliche, erlebnisreiche und sehr intensive Begegnung mit ihren deutschen Gastgebern.

Viele Lehrkräfte der GOBS Lindern hatten mit Schülern zusammen ein umfangreiches Programm vorbereitet, das es den polnischen Gästen ermöglichte, gemeinsam mit den Gastgebern Gemeinschaft zu leben und erleben.

Möglich wird dieser Austausch grundsätzlich erst durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch Polnischen Jugendwerkes, der Gemeinde Lindern, des Fördervereins der GOBS Lindern und durch die Unterstützung der Eltern.

Nachdem die polnischen Gäste nach einer anstrengenden Fahrt am späten Sonntagabend Lindern erreicht hatten, begann am Montag der erste gemeinsame Schulvormittag. In verschieden Workshops konnten die Schüler und Schülerinnen paarweise ihre sportlichen, technischen, künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. In speziellen Teamspielen bewiesen sie ihr Geschick und ihre Kommunikationsfähigkeiten.

Die Kutterfahrt und der Besuch der  Insel Langeoog stellten ein Highlight der Woche dar. Bei strahlendem Sommerwetter genossen die Jugendlichen das Inselleben, die typische norddeutsche Küste mit ihren Seehundbänken, Gezeiten und weiten Sandstränden.

Eine besondere Erfahrung war auch sicherlich der gemeinsame zweisprachige Gottesdienst, bei dem auch noch einmal an die EM erinnert wurde  – was verbindet mehr als der Sport? Was wäre der deutsche Fußball ohne die polnischen Fußballspieler? Auch die Schüler bewiesen während des Gottesdienstes ihre Geschicklichkeit im Umgang mit dem Ball.

Entspannung bot der Besuch des Ponyhofes Woltermann. Im Umgang mit Pferden, kleinen Reitübungen  und Planwagenfahrten erlebten die jungen Leute einen wichtigen Lebensbereich unseres Landkreises. Aber auch das Boßeln gehört zu Norddeutschland und erfolgreich ist man dabei nur, wenn man gemeinsam das Ziel verfolgt. Die zunächst etwas befremdlich wirkende Sportart bereitete sehr schnell viel Spaß und Unterhaltung, stachelte aber auch den Ehrgeiz an. Der Spaß kam auch nicht zu kurz, als es um die Teilnahme am Swingolf  ging. In kleinen Gruppen, mit viel Energie und Ehrgeiz wurde der Parcours trotz großer Hitze bewältigt.

Und jede Austauschwoche geht einmal zu Ende – der Abschiedsabend wurde von den  Eltern gestaltet. Sie haben keine Mühe gescheut, um wieder einmal ein grandioses Büfett vorzubereiten, das jedem Sternekoch nur größtes Lob abverlangt hätte. Am Samstagmorgen hieß es dann „Abschied nehmen“!

Die Schüler sind sich einig: „Es war so schön! Wir freuen uns schon jetzt darauf, uns im nächsten Jahr wiederzusehen.“ Ja, dieser Austausch hat sich wieder einmal gelohnt – es wurde Verständnis füreinander geweckt, Freundschaften wurden geschlossen, und nicht zuletzt: der Weg zu einem gemeinsamen und friedlichen Europa wurde ein Stückchen weiter geebnet.

Einschulung 2016

Einschulung 2016

In Anlehnung an das Gedeihen und Wachsen im Garten wurden die 54 Erstklässler im Wortgottesdienst von den Schülerinnen und Schülern des 2.Schuljahres mit Gießkanne und Rankhilfe, mit Dünger und einer symbolischen Sonne an ihrem ersten Schultag in der St.Katharina Kirche begrüßt.

Und ein besonderes Programm erwartete die neuen Schulkinder in der Aula der Grund- und Oberschule: Hier sangen und spielten Schülerinnen und Schüler des 4. Schuljahres „Kommt in unsere Schule“  und  „Im Land der Blaukarierten“. Außerdem verwandelte sich die Bühne in ein Piratenschiff und kleine Schauspieler zeigten, dass es auch für Piraten gut ist, lesen zu lernen.

Anschließend erlebten die Kinder ihre erste Unterrichtsstunde, auf die alle gespannt waren.

Währenddessen konnten sich die wartenden Eltern bei Kaffee und Plätzchen (gesponsert vom Förderverein) die Zeit vertreiben.

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Wir starten wieder:

4. August 2016 – 8.15 Uhr in der Aula

Treffen aller Schülerinnen und Schüler in der Aula der GOBS Lindern zur Schulanfangsfeier zum Schulstart 2016/2017 und Begrüßung der neuen 5. Klassen.

Alle Eltern der neuen 5. Klassen sind ab diesem Schuljahr eingeladen an der Feier teilzunehmen. Die Schulanfangsfeier mit Begrüßungsteil für die 5. Klassen beginnt um 8.15 Uhr und dauert ca. eine Schulstunde.

SchülerInnenlauf beim Hasetal-Marathon

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Auch in diesem Jahr haben sich SchülerInnen der Grund- und Oberschule Lindern an dem Labetzke-SchülerInnenlauf des Remmers-Hasetal-Marathons 2016 beteiligt. Liv Grete L., Erk D., Felix L., Leni L. und Jan-Hendrik T. ließen sich vom regnerischen Wetter nicht abhalten und belegten tolle Plätze in ihren Altersgruppen :-) !!!
In der Altersgruppe MK U10 ergatterte sich Jan-Hendrik T. einen hervorragenden zweiten Platz (7:08 min) knapp hinter Felix L. (7:07 min), der sich den spitzenmäßigen 1. Platz sicherte.

Ab in die Sommerfrische

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Das Team der GOBS Lindern wünscht allen erholsame Sommerferien und sagt „Danke“ für ein gelungenes Schuljahr 2015/16.

Wir freuen uns auf das Schuljahr 2016/17 mit allen neuen und alten Gesichern, vielen tollen Unterrichtsstunden und Aktionen in und um unsere Schule.

Buongiorno und arrividerci: Unvergessliche Eindrücke für Linderner Oberschüler in Italien

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Für die Schüler des neunten Jahrgangs der Oberschule Lindern endete das Schuljahr mit einer Fahrt ins sonnige Italien. Nach einer fast 20-stündigen Busfahrt trafen die Ausflügler mit ihren Lehrern Wodke-Schmeier, Wicke und Gänsler müde, aber dennoch gut gelaunt in Rimini ein. Noch am späten Nachmittag wurden der Strand und die Umgebung erkundet.

Schon der erste Tag vor Ort beinhaltete einen Höhepunkt. Man besuchte die drittkleinste, jedoch älteste Republik der Welt San Marino, die auf dem Monte Titano gelegen ist. Gemeinsam stieg man hoch zur Festung, von der aus man einen wundervollen Blick auf die steilen Abhänge und die umgebende Hügellandschaft hat. Beeindruckend war auch die Altstadt (seit 2008 Weltkulturerbe der UNESCO) mit dem Palazzo del Pubblico, dem Regierungsgebäude, vor dem man die Freiheitsstatue „Liberta“ bewundern kann. Danach war ein Spaziergang durch die engen steilen Gassen, bei dem manchem die Puste ausging, angesagt. Nachmittags vergnügte man sich am Strand in Rimini mit Spielen und Baden.

 

Ravenna stand am nächsten Tag auf dem Programm. Diese Stadt, einstige Hauptstadt des weströmischen Reiches, ist durch ihre wundervollen Mosaiken bekannt. Beim Besuch des Mausoleums Theoderichs, des Königs der Ostgoten (456 – 526) staunten die Schüler besonders über das Steindach von rund 11 Metern Durchmesser und einem Meter Dicke, das aus einem einzigen Stein herausgearbeitet wurde. Als die Byzantiner 540 Ravenna eroberten, entfernten sie Sarg und Leiche des Theoderich. Der Leichnam ist bis heute verschwunden. Im Zentrum traf man sich mittags zum Essen auf der Piazza del Popolo. Leider machte hier das Wetter allen einen Strich durch die Rechnung. Der Himmel öffnete ausgiebig seine Schleusen und es hieß „Land unter“. Doch am Abend ließ sich die Sonne schon wieder blicken.

 

Am vierten Tag startete man zu einem Ausflug ins Naturschutzgebiet des  Po-Deltas. Dieses Gebiet ist eine stille Region, fernab des Massentourismus. Vom Boot aus konnte man unzählige Vogelarten beobachten. Einen eindrucksvollen Anblick boten die rosa Flamingos, die hier frei leben.

 

Ein letztes Highlight war die Stadt Venedig. Nach einer halbstündigen Fahrt mit dem Vaporetto, einem Wasserbus, erreichte man den Markusplatz und staunte zunächst über die vielen Tauben. Unvergessliche Eindrücke hinterließen der Markusplatz mit Basilika, der Dogenpalast, die Seufzerbrücke, der Campanile San Marco und die Rialtobrücke. Nach einem gemeinsamen Rundgang erkundeten die Schüler auf eigene Faust die Stadt. Die Orientierung fiel hier manchem in den engen Gassen nicht so leicht. Doch am Ende fanden sich wieder alle am Abend auf dem Markusplatz ein, sodass die Heimreise gestartet werden konnte.

 

Das Land Italien wurde den Schülern nicht nur durch die vielen Sehenswürdigkeiten und die Pasta, die es in vielen Variationen gab, nähergebracht, sondern sie zeigten sich auch beeindruckt von der Mentalität der Menschen. Ein Schüler brachte es auf den Punkt: „Wir hätten nicht erwartet, dass die Menschen sich hier so nett und entgegenkommend zeigen. So eine Fahrt beseitigt viele Vorurteile.“

Sicheres Radfahren

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Neben Mathe, Deutsch und Sachunterricht steht das richtige und sichere Verhalten im Straßenverkehr auf dem Stundenplan. Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Grund- und Oberschule Lindern wurden wieder einmal, leider zum letzten Mal, von Oberkommissar Werner von Garrel unterstützt und angeleitet. Die Schüler der Abschlussklasse  unterstützen dieses Projekt tatkräftig. Um die Aktion der Radfahrprüfung erfolgreich abzuschließen, mussten sich die Mädchen und Jungen im realen Straßenverkehr bewähren. Die besten Schüler waren Jevste V., Arndt K., Merit H. und Katharina G.

Schüler und Lehrkräfte bedanken sich besonders bei von Garrel für seine zuverlässige Begleitung durch die vielen Jahre hinweg.