Präventionswoche an der Oberschule Lindern

Die Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs erlebten in den vergangenen Tagen eine Präventionswoche, die unter dem Motto „Sucht“ stand. Hier ging es unter anderem um die Aufklärung über die Risiken von legalen und illegalen Drogen. Begleitet wurde das Projekt von den Experten Harald Nienaber, Polizeihauptkommissar und Beauftragter für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta und Frau Katharina Deeken von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Cloppenburg. Des Weiteren unterstützte Frau Rolfes, die in der Gemeinde Garrel Selbsthilfegruppen vom Kreuzbund des Landesverbandes Oldenburg e.V. leitet, die Woche an der Schule.

„Die Inhalte der Woche wurden im Vorfeld mit den Experten und den Klassenleitungen besprochen. Es kristallisierte sich schnell heraus, dass die Jugendlichen an den Themen Medien, Alkohol und Cannabis arbeiten werden.“, erklärte die Sozialpädagogin Denise kleine Klausing der Oberschule Lindern.

Viele der heutigen Jugendlichen neigen zu einem übermäßigen Gebrauch der Medien. Sie verlieren den Überblick über Zeit und Realität. So können sie schnell in eine Abhängigkeit geraten. Wichtige Dinge des Lebens, wie Schule und Freunde werden oft vernachlässigt. Der Kontakt zu Gleichaltrigen und auch vielen anderen besteht bei den meisten Jugendlichen nur noch über das Internet und damit über soziale Netzwerke und Apps wie WhatsApp. Dieses ständige „Online-sein“ birgt aber auch einige Gefahren und kann die Jugendlichen bei unbedachter Nutzung zu „gläsernen Personen“ machen. Harald Nienaber, Polizeihauptkommissar, unterstützte diese Thematik und beleuchtete die Gefahren und Auswirkungen mit den Schülerinnen und Schülern. Neben den Gefahren des Medienkonsums, zeigte er auch die Gefährdung durch Alkohol und Cannabis auf. Er verdeutlichte wann sich Jugendliche strafbar machen und welche Konsequenzen dies nach sich ziehen kann. In diesem Zusammenhang gehört zur Präventionswoche auch ein Besuch eines Verhandlungstages am Amtsgericht Cloppenburg, um den Jugendlichen aufzuzeigen, welche Konsequenzen auf sie zukommen, wenn sie sich strafbar machen.

Frau Rolfes vom Kreuzbund wies eindringlich darauf hin, wie schnell man in die Alkoholabhängigkeit geraten und welche Auswirkungen dies auf das gesamte Leben haben kann.

 

01.03.2018 Teilnahme der Klassen 9 und 10 an den Schulkinowochen

Mit den Themen Holocaust, Nationalsozialismus und  Frankreich im Zweiten Weltkrieg beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10, wenn sie am 01.03.2018 ins Kino gehen und damit an den Schulkinowochen des Landes Niedersachsen teilnehmen.

Der Film „Ein Sack voll Murmeln“ erzählt von einem  zehnjährigen jüdischen Jungen, der mit seinem Bruder 1942 aus dem von den Nationalsozialisten besetzten Paris Richtung Nizza flieht, um der Deportation zu entkommen.

Der Kinobesuch wird  in den Fächern Geschichte und Religion vor- und nachbereitet.

Die Beschäftigung mit Film und Medien ist fester Bestandteil der Lehrpläne. Während der Schulkinowochen werden landesweit unterrichtsbezogene Filme gezeigt.

Die Schirmherrschaft wurde von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.

 

Neujahrgrüße

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern und Erziehungsberechtigten, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der Gemeinde Lindern ein gutes und gesundes neues Jahr 2018.

PS: Nur zur Erinnerung: Der Unterricht beginnt wieder am 8. Januar 2018 um 8.15 Uhr nach Stundenplan 😉

 

Lesewettbewerb 2017 – Anna Düing gewinnt

Anna Düing vertritt die GOBS Lindern beim Vorlesewettbewerb auf Kreisebene.

Nach dem Vorentscheid in den zwei Klassen des sechsten Jahrgangs traten ein Mädchen und drei Jungen an, um den Schulsieger zu ermitteln.

Zunächst durfte jeder Teilnehmer einen vorbereiteten Text aus dem Jugendbuch „Weltenspringer“ vortragen. Dabei wurden Jury und Publikum in eine Fantasiewelt entführt, in der zwei Jugendliche in Bücherwelten eintauchen, Abenteuer erleben und die Grenzen zwischen Realität und Fiktion immer mehr verschwimmen lassen.

In einer zweiten Runde musste ein unbekannter Abschnitt aus jenem Buch vorgelesen werden. Besonderer Wert wurde dabei auf die Betonung, die Interpretation und den Lesefluss gelegt.

Während der Beratung der Jury stimmten die 5. Klässler das Publikum mit Gesang und Gedichten auf die Weihnachtszeit ein.

Zum Schluss gab die Schulleiterin Frau Wodke- Schmeier die Schulsiegerin bekannt und verteilte Buchpräsente an alle vier Teilnehmer.

Mit vielen Sinnen Kunst erleben

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Die Ganztagsschüler der Grundschule Lindern besuchen die Ausstellung der Künstlerin Ellen-Mäder-Gutz in der Galerie Lindern.
Hier konnten sich die Kinder über die Herstellung der Bilder und Skulpturen, Holzarbeiten, Siebdrucktechnik und Webtechnik informieren. Sie zeigten großes Interesse und wurden anschließend selber aktiv. Es wurde erfolgreich mit verschiedenen Drucktechniken das künstlerische Geschick erprobt.

Stern der Erinnerung – Jahrgang 10

Gedenkfeier Reichspogromnacht

Am Morgen des neunten November 2017 fand eine Gedenkfeier zur Reichspogromnacht in der Lastruper Kirche statt.
In diesem Jahr jährt sich die Reichspogromnacht, oder auch Reichskristallnacht genannt, zum 79. Mal.
Die Reichspogromnacht ist einer der dunkelsten Tage der deutschen Zeitgeschichte.
In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und misshandelten ihre Bewohner.
91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte – das war die „offizielle“ Bilanz des Terrors.
Tatsächlich starben während und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen weit mehr als 1.300 Menschen, mit mindestens 1.400 wurden über die Hälfte aller Synagogen oder Gebetshäuser in Deutschland und Österreich stark beschädigt oder ganz zerstört.

Warum sollte man sich an die Reichspogromnacht erinnern?
Mit jedem Jahr, das vorbeizieht, wird es schwerer sich an die schlimmen Taten der deutschen Geschichte zu erinnern.
Immer weniger Überlebende dieser Zeit gibt es und je mehr Jahre vorbeiziehen desto abstrakter werden auch die Taten.
Trotzdem ist es wichtig, diesen Tag und alle ihre Opfer in Gedenken zu behalten, um solch eine Art der Diktatur nie wieder in der Geschichte vorkommen zu lassen.
Außerdem zeigt uns diese Zeit, dass wir alle mutig sein sollten und nicht einfach wegschauen sollten.
Ob es dabei um Mobbing in der Schule geht oder um andere Möglichkeiten Courage zu zeigen.
Dies zeigt auch ein ganz besonderes Beispiel aus dieser Zeit: Sir Nicholas Winton (1909-2015).
Sir Nicholas Winton rettete damals während der NS-Zeit 669 Kindern aus KZ- Lagern das Leben.
Er half allen Kindern, neue Familien zu finden und ihnen damit eine gute Zukunft zu ermöglichen, dabei setzte er jedes Mal aufs Neue sein Leben aufs Spiel.

Eine weitere sehr mutige Frau wurde auf der Gedenkfeier erwähnt. Charlotte Knobloch, als Jüdin wurde ihre Kindheit vom Nationalsozialismus und vor allem vom Antisemitismus geprägt.
Charlotte Knobloch (geb. Neuland) wurde im Oktober 1932 als Jüdin geboren. Ihre Eltern trennten sich, als sie vier war, danach wuchs sie bei ihrem Vater und ihrer Großmutter auf.
Schon früh bekam sie den Antisemitismus, der in Deutschland wütete, mit.
Von einem Tag auf den anderen durfte sie nicht mehr mit den Nachbarskindern spielen und nach und nach verschwanden Mitschüler der jüdischen Schule ins Ausland.
1942 droht schließlich Familie Neuland die Deportation.
Dem Vater hatte man gesagt, es stünde ein Alten- und ein Kindertransport an. Ein Familienmitglied wird deportiert.
Wie in so vielen anderen jüdischen Familien sollen die Menschen untereinander selbst das Todesurteil sprechen. Doch die Großmutter sagt mit aller Entschiedenheit, dass sie anstatt der kleinen Charlotte gehen werde.
Spätestens da wurde allen klar, dass sie in Gefahr sind. Der Vater beschloss kurzerhand Charlotte zu einer christlichen Bäuerin zu bringen, bei der sie unterkommen kann. Sie trug ab dem Tag nicht mehr den Namen Charlotte, sondern nur noch Lotte.
Mit viel Kampfgeist schaffte Charlotte es, sich all die Jahre vor den Nationalsozialisten zu schützen. Im Frühsommer 1945 endlich ein Lichtblick, der Krieg ist vorbei! Nicht all zu lange Zeit später trifft Charlotte ihren Vater wieder. Heute ist Charlotte Knobloch 85 Jahre alt und war von 2005-2013 Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses. Auch sie ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass man nie aufgeben sollte und es auch nach noch so dunklen Tagen einen Lichtblick gibt.
Zum Gedenken an all die Menschen, die ihre Existenz, ihr Leben oder ihre Familie durch die Reichspogromnacht und den Nationalsozialismus verloren haben, wird zwischen den beteiligten Schulen ein Stern überreicht.
Dieser Stern steht als Symbol dafür, dass wir es in der Hand haben, dass so etwas nie wieder geschieht und dass wir alle dafür Sorge tragen, dass die Reichspogromnacht nicht in Vergessenheit gerät.

von Anne Horstmann, Jahrgang 10

Stern der Erinnerung 2017 – Jahrgang 9

Als wir am Donnerstag, 09.November 2017, in Lastrup ankamen, wurden wir herzlich von den Lehrern der Lastruper Oberschule begrüßt. Zunächst haben wir den Ablauf besprochen, da uns der Stern der Erinnerung am Ende der Gedenkfeier überreicht werden soll.

In der Gedenkfeier sangen und beteten wir nicht – wir dachten an die Juden, die während der Reichspogromnacht umgebracht worden sind. Es wurde auch an die Juden gedacht, die während des zweiten Weltkrieges in Konzentrationslager getötet worden sind.

Während der Gedenkfeier sprach zuerst die Direktorin der Oberschule Lastrup, Frau Knapke, sie begrüßte alle Gäste, die an diesem Tag in der St.Petrus-Kirche an dieses historische Ereignis erinnern und erinnert werden wollen. Danach sprach der Vertreter der Jüdisch – Christlichen Zusammenarbeit Herr Büsching.
Wir sahen in einem Video, was in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 alles zerstört wurde: Synagogen wurden verbrannt und jüdische Handelsgeschäfte wurden ausgeraubt und verwüstet.
Als nächstes hörten wir ein Instrumental – Stück von Faded und ein Rollenspiel von zwei Schülern, die darüber redeten, was in der Reichsprogromnacht geschehen ist.
Danach sahen wir ein Video über Nicholas Winton: Dieser Mann rettete im zweiten Weltkrieg viele jüdische Kinder vor der Vergasung, er schickte sie mit neuen Namen in andere Länder, damit sie nicht getötet werden. Er schrieb jedes Kind, das er rettet, in eine Liste und versteckte diese Liste. Niemand wusste davon, er hat nie darüber gesprochen. Auch seine Frau wusste nichts davon, bis sie eines Tages diese Liste fand und einem Fernsehsender zusandte. Nicholas wurde daraufhin in eine Sendung eingeladen. Doch er wusste von all dem gar nichts, bis alle auf einmal aufstanden und applaudierten. Jeder Erwachsene in diesem Publikum war damals als Kind von ihm gerettet worden. Ein sehr berührender Moment…

Wir hörten den Lebensweg von Charlotte Knobloch, sie war Jüdin und hatte damals sehr viele Freunde und spielte auch regelmäßig mit denen, aber als es mit der Judenverfolgung in Deutschland anfing, durfte sie nicht mehr mit ihren Freunden spielen. Aus Angst, dass sie in ihrem alten Heim umgebracht werden, flüchteten die beiden und Charlotte durfte bei einer christlichen Frau unterkommen, sie musste aber ihren Namen in Lotte ändern, da ihrer zu jüdisch war. Sie musste im Sommer auf dem Hof helfen und im Winter ging sie zur Schule, sie freundete sich mit niemanden an, aus Angst, dass sie ihr Geheimnis ausspricht. Als der zweite Weltkrieg dann vorbei war, traf sie ihren Vater wieder, und sie bekam ihren wirklichen Namen wieder.

Die Instrumental – Version von The Hanging Tree beendete die Gedenkfeier mit Fürbitten, zu denen Lichter entzündet wurden, die den Stern der Erinnerung umrahmten. Der Stern wurde an unsere Schülersprecher Kevin Haring und Anne Horstmann überreicht.

Der Stern begleitet uns jetzt ein ganzes Jahr, er steht vor dem Sekretariat.
Der Stern soll an die Juden erinnern, die während des zweiten Weltkrieges vergast, gefoltert oder erschossen wurden. Und er setzt ein Zeichen, dass so eine Ungeheuerlichkeit nie mehr passieren darf.

von Florian Drees, Jahrgang 9

 

 

Schüleraustausch Mrocza – Lindern (10.09. bis zum 16.09.2017)

Wir pflegen unsere Freundschaft – über die Grenzen hinaus. Der Gipfel der Begegnung war das Pflanzen einer Eiche im Park der Grundschule in Mrozca. Auch wenn in Polen das Schulsystem geändert worden ist, die Freundschaft zwischen Lindern und Mrocza bleibt bestehen. Dies bestärkte auch der Bürgermeister Leszek Klesinski‎, der die Schüler sehr herzlich im Rathaus im Laufe der Woche begrüßte.

Mrocza und Umgebung waren im August von einem Unwetter heimgesucht worden, große Schäden wurden angerichtet, Waldabschnitte zerstört. Da passte es umso besser, einen Baum zu pflanzen, der für Hoffnung und Leben steht.

Bürgermeister Leszek Klesinski‎ begrüßt alle im Rathaus.

Der diesjährige Schüleraustausch der Oberschule Lindern war geprägt von Stadtbesichtigungen. 21 deutsche Schülerinnen und Schüler und ihre beiden Begleiter erlebten eine Woche lang außergewöhnliche und erlebnisreiche Aktionen und sehr intensive Begegnungen mit ihren polnischen Gastgebern

Am Montag wurde gemeinsam die Stadt Bydgoszcz erkundet.

Gemeinsam wurde das leckerste Eis der Stadt probiert.

Einer der Höhepunkt der Woche war sicherlich das gemeinsame Kanufahren in Roscimin – polnische und deutsche Schüler konnten hier ihre Teamfähigkeit erproben und unter Beweis stellen.

Der Ausflug nach Danzig mit dem Besuch des Hewelianum war sehr lohnend.

Workshops rund um Energie im Centrum Hewelianum sorgten für einen angeregten Austausch zu diesem Thema.

Torun – eine mittelalterliche Stadtführung hat allen diese wunderschöne Stadt näher gebracht.

 

 

Den gemeinsamen Schulvormittag am Freitag verbrachten die Schüler in verschiedenen Workshops.

Viel Wert wurde von allen Beteiligten darauf gelegt, Zeit in den Familien zu verbringen.

Und jede Austauschwoche geht einmal zu Ende. Am Samstagmorgen hieß es dann unter vielen Tränen „Abschied nehmen“!

Die Schüler sind sich einig: „Die Woche ist zu kurz!“ Und „Wir freuen uns schon jetzt darauf, uns im nächsten Jahr wiederzusehen.“ Ja, dieser Austausch hat sich wieder einmal gelohnt – es wird Verständnis füreinander geweckt, Freundschaften werden vertieft, und nicht zuletzt: Wir wollen weiterhin europäisch denken.